"Seit einiger Zeit hat fast die ganze balkanische Welt begonnen, sich eine berühmte Identität und adlige Vorfahren zu suchen, damit man sie nicht mehr 'balkanisch' oder 'Slawen' nennt", schreibt die Zeitung Romania Libera und erinnert daran, dass schon der kommunistische Diktator Rumäniens, Nicolae Ceauşescu, auf der Suche nach dakischen Wurzeln war. "Jetzt greifen solche Verfehlungen vor allem in Ex-Jugoslawien um sich. Die Slowenen geben vor, sie seien vor allem eine Mischung aus Italienern und Österreichern (und sagen daher 'ja' statt 'da') ...; selbst die Bulgaren beharren darauf, dass sie keine Slawen seien, sondern Nachfolger einer Gattung, die aus Asien kommen könnte, ... die Bosnier haben es mit einer sturköpfigen Beharrlichkeit geschafft, dass man die Behauptung akzeptiert, es gebe eine bosnische Sprache, nur die Serben wissen schon lange nicht mehr, wer sie sind. Da ist es nicht verwunderlich, dass das winzige Mazedonien meint, der gesamten Welt zeigen zu müssen, dass ihr Volk nicht den anderen gleicht. … Sie haben ihren traurigen und niedergebrannten Flughafen nach Alexander dem Großen benannt. Da sie Alexander um jeden Preis zurück haben möchten, haben die Mazedonier vergessen, dass sie einen viel überzeugenden Ehrentitel haben könnten: den der Missionare Kyrill und Method, die das slawische Alphabet schufen und aus der Region kamen, die heute Mazedonien heißt. Das Problem ist nur, dass die Heiligen Slawen waren." (17.07.2008)
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