04.12.2008
Die Tageszeitung Diário Economico gibt die Verantworung für den EU-Reformvertrag und dessen Scheitern an die nationalen Regierungen zurück. "Es waren die jeweiligen Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten, die den Vertrag wollten. Wer also mit dem Reformvertrag unzufrieden ist, muss seine Kritik an die 27 Hauptstädte Europas richten … Auch wird behauptet, dass der Vertrag absichtlich kompliziert ist, damit ihn die Europäer nicht verstehen. … Der Vertrag ist wirr, ... weil alles getan wurde, um die Interessen aller Mitgliedsstaaten abzubilden. ... Viele sprechen über Irlands demokratische Entscheidung und vergessen dabei die demokratischen Entscheidungen der anderen Länder, in denen der Vertrag ratifiziert wurde, ... nur weil in diesen kein Referendum durchgeführt wurde. Die Legitimität der jeweiligen Parlamente, als Repräsentanten des Volks, darf jedoch nicht außer acht gelassen werden. ... Sollten die Iren über die Zukunft eines Vertrages bestimmen, der Millionen EU-Bürger beeinflussen wird, die nicht am irischen Referendum teilnahmen, stünden wir vor der größten anti-demokratischen Demonstration in Europa seit dem Ende des Sowjetregimes.”
» zum ganzen Artikel (externer Link, portugiesisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » EU-Verfassung, » Irland, » Europa Alle verfügbaren Texte von » João Marques Almeida de
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 24. Juni 2008
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