Die Registrierung der Fingerabdrücke von Roma in Italien hat einen "Tsunami der Entrüstung" hervorgerufen, schreibt die Tageszeitung Gandul. Die Aufregung sei jedoch fehl am Platze: "Die Roma haben nichts zu befürchten, denn ihre Registrierung in Italien ist harmlos angesichts der Praktiken anderer europäischer Staaten. In Großbritannien müssen sich illegale Immigranten über eine 'Kaution' freikaufen, um nicht mehr in den Auffanglagern leben zu müssen wie Rinder in einem Stall. Nach der Zahlung sind sie zwar 'frei', doch müssen sie ein elektronisches Armband tragen, mit dem jede Bewegung von ihnen nachvollzogen werden könnte. … Interessant ist auch, dass beim italienischen Maßnahmenpaket weniger das Sammeln von Fingerabdrücken im Vordergrund steht, sondern ein generelles Sammeln von Daten - nicht nur von rumänischen Roma, sondern von allen Nomaden in Italien. Bezogen auf die rumänischen Roma kann damit die Europäische Kommission Italien nicht der ethnischen, auch nicht einer rassistischen, Diskriminierung bezichtigen. … Die Roma haben weder etwas zu befürchten, noch können sie sich Hoffnung machen. In Rumänien sind sich der Präsident, ebenso der Regierungschef und sein Kabinett, eindeutig bewusst über die Roma-Maßnahmen. … Doch macht keiner für sie einen Finger krumm. … Vielmehr besteht die öffentliche Meinung in Rumänien über die Roma darin, dass es gut sei, 'dass etwas getan wird, vielleicht werden dann einige weniger stehlen'." (16.07.2008)
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