Der US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama besucht zurzeit den Irak, danach geht er auf Europatour. Die Tageszeitung Le Figaro analysiert das Verhältnis zwischen dem Kandidaten und den europäischen Ländern: "In Berlin, Paris und London versetzt die 'Obamania' die Volksstimmung in Schwingung. Weil er den Bruch mit George W. Bush besser als sein Gegner verkörpert, setzen seine Popularitätswerte auf dieser Seite des Atlantiks zum Höhenflug an. Er wird mit großer Wärme empfangen werden. ... Diese Fähigkeit, das Image Amerikas, das soviel Mühe hat, sich beliebt zu machen, wieder herzustellen, ist ein Wahltrumpf. Vorausgesetzt, dass er es nicht übertreibt: Zu Hause sein Land kritisch zu prüfen ist eine Sache, es im Ausland zu tun, eine andere. ... Bevor er den Atlantik überquert hat, hat Obama das Feld vorbereitet. Man weiß, dass seine Ansichten oft mit denen seiner Gastgeber übereinstimmen. ... Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und Gordon Brown werden daher abwechselnd einen Mann empfangen, der bis jetzt das Heft gut in der Hand gehalten hat. Ohne die Entscheidung am 4. November vorweg zu nehmen, ist es wichtig das Bild eines vereinten Europas zu vermitteln, das entschlossen ist, Amerika zu helfen und vor allem Verantwortung in der Welt zu übernehmen." (20.07.2008)
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Europa, » USA
Alle verfügbaren Texte von » Pierre Rousselin