Mervyn King, der Gouverneur der Bank von England, hat eine düstere Prognose für die britische Wirtschaft gestellt. Die Tageszeitung The Guardian kommentiert die Implikationen für Regierung in Großbritannien. "Wenn die Löhne weiterhin stagnieren, werden die Gründe für eine Zinssenkung überwältigend. Die Bank [von England] bleibt nervös, aber hat zumindest Aussicht darauf, dass ihr Dilemma [der Inflationsgefahr aufgrund von Zinssenkungen] dadurch erleichtert wird. Minister haben kein solches Glück. ... Besonders Gordon Brown muss sich jetzt sorgen, dass die Wähler noch härter auf denjenigen einschlagen, der ihnen einst weismachte, dass er Boom und Pleite abgeschafft hätte. Er muss notleidenden Familien zeigen, dass er auf ihrer Seite steht, aber seine Optionen sind begrenzt, weil die Abschwächung der Wirtschaft die schon gebeutelten Staatsfinanzen trifft. Die wenigen Gelder, die zur Verfügung stehen, müssen in die Heizkostenhilfe gehen und jenen mit Hypothekenzahlungen helfen, die in Gefahr sind, ihr Haus zu verlieren. Sich ein solches Paket zu leisten, wird nicht einfach sein. Aber was sich die Regierung noch weniger leisten kann, ist untätig abseits zu stehen und gefährdete Leute allein zu lassen, wenn die große Klemme einsetzt." (14.08.2008)
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