Die Wochenzeitung Dilema Veche analysiert die Auswirkungen der globalen Finanzkrise für West- und Osteuropa. "Die Grenzen zwischen dem 'Alten' und dem 'Neuen Europa', zwischen West und Ost, die vergessen schienen, sind wieder da. Diesmal geht es nicht um mehr oder weniger abstrakte Ängste, sondern um sehr konkrete wirtschaftliche und finanzielle Aspekte. Jeder sollte selbst schnell retten, was er kann. So scheint die tägliche Devise zu lauten, trotz der zahlreichen Gipfeltreffen, auf denen ein einheitlicher europäischer Plan gestrickt werden sollte, um der Rezession entgegenzutreten. Bis auf die Europäische Zentralbank, die ihre Aufgaben gut erledigt, hat die EU trotz ihres weit verzweigten institutionellen Systems allerdings keine Kapazitäten um den Mitgliedsstaaten einen Plan aufzuerlegen. Und auch wenn man sich auf einige Regeln und Maßnahmen festlegen wird, die Unterschiede zwischen den Staaten sind deutlich, vor allem die zwischen West und Ost: Arbeitslosigkeit, Inflation, unausgeglichene Budgets werden jedes Land unterschiedlich treffen. Das Problem ist, dass die Rezession in den neuen Demokratien in Osteuropa, die fragil und willkürlich sind, schwerwiegendere Folgen [als im Westen] haben wird, auch politische. Der Populismus könnte wieder Anhänger finden und aufflammen und die Euroskeptiker könnten sich vermehren." (14.11.2008)
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