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Alexe, Dan
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Vorsicht vor Russland
Vor dem EU-Russland-Gipfel in Nizza kommentiert die Tageszeitung Romania libera die unterschiedliche Haltung der west- und osteuropäischen Länder gegenüber dem geplanten Partnerschaftsabkommen: "Es ist ... überhaupt nicht überraschend, dass die EU mehr für das Partnerschaftsabkommen plädiert als Moskau. Europa ist vom russischen Gas abhängig und manche Staaten wie die Slowakei sind vollständig davon abhängig. ... Die Mehrheit der Westländer in der EU hatte immer eine schüchterne Haltung gegenüber Russland. ... die früheren kommunistischen Ostländer waren [nach der EU-Erweiterung 2004] weitaus radikaler als der Westen es erwartet hatte. Länder wie die baltischen Staaten und Polen kennen die politische Mentalität von Russland besser. Ihre geographische Nähe und die geschichtliche Erfahrung erlauben den Ostländern die Signale aus Moskau mit großer Klarheit zu dechiffrieren. ... Im Vergleich zu ihrer Position zeigen die traurigen Späße von [dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio] Berlusconi, der seit einiger Zeit systematisch vorschlägt, Russland in die EU aufzunehmen, wie unangemessen die traditionell pazifistische Position Europas heute ist."
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Lässt Bildung an Schulen europaweit nach?
Der Brüssel-Korrespondent der Tageszeitung Romania libera Dan Alexe sorgt sich um die Zukunft der Bildungsbranche: "In vielen Ländern, in Frankreich, Großbritannien, Belgien usw. weiß man bereits, dass die kommende Generation einen Lehrer- und Ausbildermangel erleben wird. Meine beiden Kinder gehen in Belgien auf die Schule, und seit Jahren kann ich sehen, wie die Qualität der Bildung nachlässt, dass vielen Lehrer das umfassende Wissen über die Materie, die sie unterrichten, fehlt. Die Lehrer der Grundschule haben Probleme mit der Orthografie, oder sie benutzen ausschließlich das Internet, ohne jemals eine Bibliothek betreten zu haben; es sind Menschen, deren Wissen von der Welt durch den Fernseher bestimmt ist. Die Lehrer gehören zur am schlechtesten bezahlten Berufsgruppe, sowohl in Ost-, als auch in Westeuropa. ... Heutzutage ist der Lehrer ein Verlierer. Ein Mensch, der nicht einmal genügend Geld hat, um eine Immobilien-Transaktion zu tätigen."
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Balkan auf Identitätssuche
"Seit einiger Zeit hat fast die ganze balkanische Welt begonnen, sich eine berühmte Identität und adlige Vorfahren zu suchen, damit man sie nicht mehr 'balkanisch' oder 'Slawen' nennt", schreibt die Zeitung Romania Libera und erinnert daran, dass schon der kommunistische Diktator Rumäniens, Nicolae Ceauşescu, auf der Suche nach dakischen Wurzeln war. "Jetzt greifen solche Verfehlungen vor allem in Ex-Jugoslawien um sich. Die Slowenen geben vor, sie seien vor allem eine Mischung aus Italienern und Österreichern (und sagen daher 'ja' statt 'da') ...; selbst die Bulgaren beharren darauf, dass sie keine Slawen seien, sondern Nachfolger einer Gattung, die aus Asien kommen könnte, ... die Bosnier haben es mit einer sturköpfigen Beharrlichkeit geschafft, dass man die Behauptung akzeptiert, es gebe eine bosnische Sprache, nur die Serben wissen schon lange nicht mehr, wer sie sind. Da ist es nicht verwunderlich, dass das winzige Mazedonien meint, der gesamten Welt zeigen zu müssen, dass ihr Volk nicht den anderen gleicht. … Sie haben ihren traurigen und niedergebrannten Flughafen nach Alexander dem Großen benannt. Da sie Alexander um jeden Preis zurück haben möchten, haben die Mazedonier vergessen, dass sie einen viel überzeugenden Ehrentitel haben könnten: den der Missionare Kyrill und Method, die das slawische Alphabet schufen und aus der Region kamen, die heute Mazedonien heißt. Das Problem ist nur, dass die Heiligen Slawen waren."
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Osteuropäische Solidarität als Beispiel für den Westen
In der aktuellen ökonomischen Krise des Westens könnte die Armutserfahrung und die daraus resultierende Solidarität in den osteuropäischen Länder ein Beispiel sein, kommentiert der Journalist Dan Alexe. "Die ökonomische Krise, in die wir immer tiefer hineinrutschen, zeigt, wie wichtig die soziale Solidarität ist und wie beruhigend es ist, dass man jederzeit beim Nachbarn anklopfen kann wegen einem bisschen Pfeffer und einem Gläschen Öl. Die ökonomische Krise … beeinträchtigt die Moral der Westeuropäer ernsthaft. Die aktuelle Rezession ist dabei, eine Mentalitätsänderung auszulösen. ... Die soziale Schicht ist zerbrechlich, die Konventionen oberflächlich. Die Armut kann die Notwendigkeit in Tugend umwandeln und bald wird es Politiker geben, die angeben, bei Aldi einzukaufen, wie jetzt manche mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren statt mit Chauffeur."
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"Positive" Korruption in Osteuropa
Die Tageszeitung Romania Libera schreibt über die Korruption in Osteuropa: "Praktisch alle post-kommunistischen Staaten haben eine inzestartige Paarung zwischen der Macht, dem Wirtschaftsflügel des Geheimdienstes und den Privatisierungsorganen erlebt. Die Geheimdienste waren fast überall an der Privatisierung beteiligt, wenn nicht selbst, dann als Teil einer Mafia mit 'weißer Weste'. In Russland werden die Energiestrukturen von denjenigen dominiert, die unser Staatschef Traian Basescu 'schlaue Jungs' nennt. … Der russische Wirtschaftsoligarch Anatoli Tschubais hat offen eine Lobrede auf die Korruption gehalten, … und sie als nützlich beschrieben. Die Söhne derjenigen, die sich heute in der Tat obszön bereichern, sagte Tschubais, werden hervorragende Staatsbürger, die Universitäten besuchen, die kurz gesagt die Klasse der wohlhabende Technokraten und Intellektuellen ausmachen, die wir brauchen: die Mittelklasse."
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