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Presseschau / Autorenindex
Barroux, David
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Problematischer Erdölpreis
Seit Jahresmitte unterliegt der Rohölpreis einem starken Abwärtstrend. Man sollte sich allerdings nicht zu früh über billiges Erdöl freuen, warnt die Tageszeitung Les Echos: "Was die Welt heute an billigem Erdöl verdient, könnte uns auf lange Sicht alle sehr teuer zu stehen kommen. Der Kurs des schwarzen Goldes, das als Echtzeit-Thermometer der Vitalität unserer Wirtschaft dient, ist das Symbol unserer derzeitigen Krankheit. Wenn man sich über das Sinken des Erdölpreises freut, so freut man sich über die Verlangsamung der Wirtschaft in entwickelten und Entwicklungsländern. Auch wenn man sie kaum betrauern kann, so haben die großen Erdöl-Exporteure auch nichts mehr zu feiern. Die Petrodollars, die als Sprit für die weltweite Wirtschaft dienten, werden rarer. Auf lange Sicht ist die Schwäche des schwarzen Goldes auch problematisch. Die Produzenten werden die derzeitigen Felder austrocknen lassen und der billige Baril wird sich also letztlich negativ auf die Produktion auswirken."
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Staat darf Markt nicht ersetzen
Die Tageszeitung Les Echos warnt davor, staatliche Interventionen im Zusammenhang mit der Finanzkrise zu hoch einzuschätzen: "Zur Stunde des Absturzes der Börsen und der Zweifel der Giganten des Kapitalismus, ist es nicht mehr die Priorität der öffentlichen Hand, den Wettbewerb zwischen Unternehmen zu stimulieren. [Sie konzentrieren sich vielmehr darauf], die dringendsten Probleme abzuwehren und die vorhandenen Akteure zu bewahren. Der Staat als Feuerwehrmann, der immer weniger in die mikroökonomische Sphäre eingegriffen hat, ist wieder da, um den Brand zu löschen: Er rettet die Banken, er kauft Wohnungen und bringt einen Autobauer wie Renault dazu, seinen Plan zur Stellenstreichung zu verschieben. ... Doch wir sollten unter dem Vorwand der Krise nicht zu weit zurück fallen. ... Man gibt vor, die Exzesse des Kapitalismus bestrafen zu wollen, riskiert dabei aber, ein System zu verdammen, das seine Effizienz im Großen und Ganzen bewiesen hat. Die derzeitige Krise geht tief. Sie wird vielleicht andauern. Sie darf aber nicht dazu führen, dass wir alle unsere Anhaltspunkte verlieren."
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Ein Gas-Riese entsteht
Die Wirtschaftszeitung Les Echos kommentiert die lang erwartete Fusion der französischen Energieunternehmen Gaz de France (GDF) und Suez: "Die Geburt dauerte lange und war bis zu Ende keineswegs gesichert. Doch die Wehen werden nicht umsonst gewesen sein. Das Konsortium GDF-Suez, das soeben geboren wurde, wird nichts von einem Kind haben, das erst laufen lernen muss, aber alles von einem erwachsenen Unternehmen des Weltmarkts, das vom ersten Tag an Einfluss auf ein strategisches Umfeld haben wird. Die Aktionäre, die miterlebten wie das Aktienkapital seit der Fusionsankündigung um 65 Prozent anschwoll, sind nicht die einzigen, die sich freuen. Zu einer Zeit, in der die Energiepreise explodieren, wird die Fusion von Suez und GDF sicher keine kurzfristigen positiven Auswirkungen auf die Monatsrechnungen der Kunden ... haben. ... Das Gas wird teuer sein, aber wenigstens wird es Gas geben! Als Riese in einer Welt der Giganten wird das Tandem GDF-Suez nicht nur über eine stabilere Basis an Zulieferern verfügen, sondern auch besser mit Titanen wie Gazprom über Lieferungen verhandeln ... können. ... In der Kraftprobe, die sich zwischen Gasproduzenten und Zwischenhändlern anbahnt, zählt die Größe. Die französischen Kunden dürften ... davon profitieren."
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Fernsehlandschaft pflegen
Die Fernsehlandschaft in Frankreich steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Präsident Sarkozy will die Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen abschaffen, ohne die Fernsehgebühren zu erhöhen. Die Wirtschaftszeitung Les Echos plädiert für radikale Schritte statt "Reförmchen": "Frankreich kann ein qualitativ hochwertiges, öffentlich-rechtliches Programm erreichen. Gleichzeitig kann es den privaten Kanälen erlauben, zu florieren. ... Doch man darf die öffentlich-rechtlichen Sender nicht ihrer Werbeeinnahmen berauben, ohne die Einbußen durch eine höhere Gebühr abzufedern. Denn anderenfalls werden die Sender die erhoffte Qualität nicht erzielen können. ... Dieselbe bittere Feststellung lässt sich für die privaten Kanäle machen. Wenn man starke Unternehmen will, ist es wichtig, den Marktmechanismen freien Lauf zu lassen. Man darf nicht versuchen, die Privatwirtschaft zu verwalten."
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