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Greider, Göran
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Blinde Medien im Kaukasus
Der Chefredakteur der Tageszeitung Dala-Demokraten, Göran Greider, kritisiert die Berichterstattung über den Konflikt im Kaukasus: "Die Berichterstattung ... wird ja einseitig und es wirkt, als ob sich ein altmodischer Russenschreck geltend macht. Georgien ist ja eigentlich fast ein amerikanischer Satellit. ... Im Radio habe ich heute ein Interview mit [dem schwedischen Außenminister] Carl Bildt gehört, in der er fast die Rolle eines unabhängigen Experten bekommt. Als ihm am Ende doch zumindest die Frage gestellt wird, ob nicht auch die georgische Führung eine Verantwortung für den schwer eskalierten Konflikt habe, ist die Antwort - nach mehrere Ausweichmanövern - im Großen und Ganzen ein Nein. Und dieses Muster geht weiter. Ein selbsternannter Russlandsexperte meinte, dass Russland sich jetzt von den europäischen Werten entfernt habe. Wie Bitte? Und warum hat man dann nicht auch Großbritannien und eine Mehrheit der europäischen Länder bezichtigt, sich von diesen Werten zu distanzieren, als sie an dem völkerrechtswidrigen Krieg im Irak teilgenommen haben? ... Es ist vollkommen unvernünftig, dass Carl Bildts Analyse die Norm für die Gedanken der Medien zu setzen scheint."
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Nordischer Logistikkonzern statt schwedische Post?
Durch eine Fusion der staatlichen Postunternehmen Schwedens und Dänemarks soll ein börsennotierter nordischer Logistikkonzern entstehen. Haupteigner des neuen Unternehmens mit rund 50.000 Angestellten wird der schwedische Staat. Die schwedische Tageszeitung ist dagegen: "Die Post sollte als selbstverständliches Monopol betrachtet werden und grundsätzlich nicht von Marktmechanismen bestimmt werden. Dazu ist ihre Tätigkeit viel zu wichtig. Außerdem gehört sie zur nationalen Identität, die von immer weniger gemeinsamen Symbolen getragen wird, die aber notwendig ist, damit ein Land demokratisch funktioniert. Deswegen habe ich getrauert, als Schweden das Postwesen 1993 früher als die meisten anderen Länder deregulierte. Folge der Liberalisierung des Marktes waren Dummheiten: gigantische Abfindungen und Pensionen für Generaldirektoren, die dann Geschäftsführer wurden, und Mitarbeiter, die immer härteren Belastungen ausgesetzt sind."
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VW übernimmt Mehrheit von Scania
Der deutsche Volkswagen-Konzern hat die Mehrheit am schwedischen Lkw-Hersteller Scania übernommen. Die Großaktionäre der schwedischen Familie Wallenberg haben dem deutschen Autobauer ihre Anteile überlassen. Die Gewerkschaft bei Scania vertraut der Zusicherung von VW, das Werk im schwedischen Södertälje weiterzubetreiben. "Die Gewerkschaft ist da wohl ein wenig blauäugig", fürchtet Göran Greider und schreibt: "Als vor acht Jahren Volvo und Scania einen Zusammenschluss planten, wurde dies von der EU-Kommission gestoppt – die Eigentümer-Konzentration werde zu groß. Das bedeutet praktisch, dass die EU auf lange Sicht große Unternehmen in kleinen Ländern verhindert, während Unternehmen gleicher Größe und mit gleichen Marktanteilen in großen Ländern wie Deutschland akzeptabel sind. Das nationale Kapital, in diesem Fall das der Wallenbergs, ist nicht mehr national und nicht mehr interessiert an der Produktion wie einst: Der Quartalsgewinn rückt vor die Produktion."
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