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20.11.2008

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Presseschau / Autorenindex


Maci, Mihai


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Revista 22 - Rumänien | 19.08.2008

Kunst und Politik in Rumänien

Das Rumänische Kulturinstitut (ICR) in New York ist in den vergangenen Tagen wegen einer Ausstellung, in der Hakenkreuzen und Penisse zu sehen waren, scharf kritisiert worden. Nun soll ein Parlamentsausschuss über die Qualität des ICR richten. Die Wochenzeitung Revista 22 kritisiert den Beschluss: "Die Politik betritt ein Gebiet, auf dem sie nichts zu suchen hat. Zeitgenössische Kunst kann gefallen oder auch nicht, sie kann uns aufregen oder uns kalt lassen, sie kann Werte herausfordern oder unbemerkt vorüberziehen - sie bewegt sich nach ihren eigenen Gesetzen, und die Politik hat dort als Instanz nichts verloren. Jeder Versuch, Kunst mit einem politischen Kriterium und Vokabular zu definieren (hier kann man an die sowjetische oder NS-Kunst oder die Unterdrückung der Avantgarde erinnern), führte zu offensichtlichen politischen Misserfolgen und zu einer Diskreditierung der Politiker, die sich gelegentlich als Verteidiger von Werten und Traditionen aufspielen. … Entmutigend ist der Fakt, dass bei uns alles politisiert wird: eine Kunstausstellung, … die Straßenlöcher, die zweifelhafte Qualität des Essens oder das Schulprogramm. Die Politik ist überall, in allem, was existiert und existieren wird. Das ist eine krankhafte Situation und die Folge davon ist, dass die Politik alles und nichts bedeutet."

Dilema Veche - Rumänien | 04.01.2008

Mihai Maci über die rumänischen Universitäten

Mihai Maci, Dozent an der Universität Oradea, berichtet vom Wandel der Universitäten seit dem Ende des Kommunismus. Es entstanden zahlreiche Privatunis, Studiengebühren wurden eingeführt. "Wie bewältigt man den Sprung vom sozialistischen Recht zum Gemeinschaftsrecht, wie von der Theorie der Planwirtschaft zu Marketingstrategien, wie von der Literatur Gorkis zu den Werken von Jorge Luis Borges? Über Nacht hatten die Unis neue Angestellte: Mediziner und Ingenieure, die bislang keine Stunde ihres Leben als Dozenten gearbeitet hatten, Lehrer und ehemalige Parteikader konvertierten zur Philosophie, Psychologie, Soziologie und Politologie. Ehemännern, Schwiegersöhnen, Patenkindern oder einfachen Nachbarn wurden Jobs verschafft... Heute sind die Unis ein gutes Geschäft: Die Kinder, die sich in der kalten Luft des Marktes erkälten würden, finden hier eine Unterkunft, eine Aufstiegschance."

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