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Seifert, Thomas


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Presse - Österreich | 17.10.2008

Österreich will in den UNO-Sicherheitsrat

Österreich bewirbt sich um einen nicht ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Dabei sei der Weg eigentlich das Ziel, schreibt die Tageszeitung Die Presse: "Alpenrepublikaner mit engem Horizont kratzen sich verwundert am Kopf und stellen die simple Frage: "Za wos brauch' ma des?" [Wozu braucht man das?] Nun, der Sicherheitsrat ist das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen. Mit am Tisch der 'Großen' zu sitzen heißt mitzubestimmen – bis hin zu Beschlüssen von Krieg und Frieden. Außerdem gilt: Der Weg ist das Ziel. Österreichs Diplomatie erweiterte bei der Vorbereitung der Kandidatur seinen Wirkungskreis, pflegte Kontakt in Regionen, die sonst eher vernachlässigt wurden. Angesichts der fortschreitenden Provinzialisierung aller Lebensbereiche ist das allein schon ein Grund, am Freitag für das Außenamt die Daumen zu halten. Wenn man schon im Fußball nicht erfolgreich ist, wäre es schön zu wissen, dass man zumindest in der internationalen Staatengemeinschaft beliebt ist."

Die Presse - Österreich | 19.08.2008

Kapitulation des Ex-Generals

Für die Presse ist die politische Karriere des zurückgetretenen pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf noch nicht zu Ende: "Kann es ... nur besser werden? Ja. Denn mit dem Abgang des langjährigen Generalstabschefs ist der erste Schritt getan, der Pakistan aus der Dauerkrise führen könnte. Musharraf, vorgeblich ein enger Verbündeter der USA im Kampf gegen den Terror, war längst zu einer Belastung für alle geworden: Er zeigte zuletzt wenig Respekt für die demokratischen Institutionen des Landes, die unabhängige Justiz oder die Bürgergesellschaft und versagte letztlich im Kampf gegen die militanten Islamisten. Musharraf bleibt nur noch, möglichst sein Gesicht zu wahren. Denn der Ex-General und nun auch Ex-Präsident weiß wohl zu genau, dass in der pakistanischen Politik eine Rückkehr niemals ausgeschlossen ist. Nawaz Sharif war Premierminister, bevor er nach Saudiarabien exiliert wurde - heute ist er wieder einer der Strippenzieher in Islamabad. Darf also auch Musharraf auf eine Wiederkehr an die Macht hoffen - irgendwann, in ein paar Jahren?"

Die Presse - Österreich | 05.08.2008

Albtraum Olympia

Nach dem Anschlag in der Provinz Xinjiang droht eine weitere Verschärfung der ohnehin strengen Sicherheitsmaßnahmen bei den Olympischen Spielen, befürchtet Die Presse. "Mit dem Anschlag auf eine Gruppe von Polizisten in der westlichen Provinz Xinjiang werden die schlimmsten Befürchtungen der chinesischen Sicherheitskräfte wahr. Sie warnen seit Wochen davor, dass die Pekinger Spiele in 'beispielloser Weise' von Terror bedroht seien. Seit Monaten werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt: 100.000 Soldaten wurden nach Peking beordert, Kontrollposten errichtet. ... Nach dem Massaker dürften die ohnehin schon an Repression grenzenden Sicherheitsvorkehrungen zusätzlich verschärft werden. Die Chancen auf friedliche, fröhliche Spiele schwinden."

Die Presse - Österreich | 11.07.2008

Zukunft der europäischen Sicherheitspolitik

Die europäische Sicherheitspolitik sollte die eigenen Vorzüge Europas besser ausspielen, schreibt Die Presse: "Die Europäer müssen ... Gedanken darüber anstellen, wie und mit welchen Mitteln die EU ihre Interessen wahren und Sicherheit und Stabilität sichern oder gegebenenfalls herstellen kann. Europa braucht dabei nicht die USA kopieren, denn der Kontinent hat eine Reihe von Vorteilen: Während die USA beispielsweise beinahe den gesamten Globus vom Nahen Osten bis zum pazifischen Raum als ihre Einflusssphäre betrachten, verstehen sich die Europäer bestenfalls als Regionalmacht. Das ... entspringt der Erkenntnis, dass die Zeiten imperialen Denkens auf dem Kontinent Vergangenheit sind. ... All das erfordert eine stärkere Zusammenarbeit der EU-Partner. ... Mit einer stärkeren Integration der verfügbaren Mittel und dem gleichzeitigen Abbau von Parallelstrukturen lässt sich viel Geld einsparen, und sie führt gleichzeitig zu moderneren, leistungsfähigeren Armeen."

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