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Daukste, Anita
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ein Jahr Präsident Zatlers
Lettlands Staatspräsident Valdis Zatlers ist nach einem Jahr im Amt nicht annähernd so beliebt geworden wie seine Vorgängerin Vaira Vike-Freiberga. Diese genoss in Lettland eine Verehrung wie eine Königin. Die lettische Tageszeitung hinterfragt die Sehnsucht der Letten nach Monarchen: "Braucht unsere Gesellschaft einen König oder eine Königin? Aus moralischer und patriotischer Perspektive lautet die Antwort Ja, denkt man an die Gefahr von Götzenverehrung und Kult, lautet sie Nein. Leider dominiert in einer post-totalitären Gesellschaft, wie Lettland sie so kurz nach Wiederherstellung der Unabhängigkeit ist, die zweite Variante. Verursacht wird sie durch die Wertekrise, die in unserer Gesellschaft herrscht, den damit verbundenen wirtschaftlichen und politischen Prozessen und der Schwierigkeit, sich darin zu orientieren. Dadurch entsteht der Wunsch nach einem einfachen Glauben und nach Vertrauen, wenn schon nicht auf einen Götzen, dann doch zumindest auf einen König, dem man außerdem seine Prunksucht leichter verzeihen kann."
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Lettland schließt Grenzvertrag mit Russland
Der Grenzvertrag sei ein Erfolg für die Regierung Aigars Kalvitis', meint Anita Daukste. Problematisch findet sie aber, dass dadurch das Städtchen Pytalowo (lettisch: Abrene) nun endgültig an Russland fällt. Lettland hatte sich 1997 beim ersten Versuch, einen Grenzkompromiss auszuhandeln, geweigert, den Ort abzutreten. "Jetzt könnte man eigentlich erleichtert aufatmen, dass das Problem Grenzvertrag endlich gelöst ist. Jahrelang waren mehrere Regierungen damit beschäftigt und es war viel Kompromisswille nötig, aber nun ist der Schritt unumkehrbar vollzogen. Der Verlust von Abrene ist dabei eine symbolische Angelegenheit, keine praktische oder physische. Aber gerade symbolische Dinge sorgen oft für die größten Emotionen, und denen können wir uns auch hier nicht entziehen."
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