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Ricard, Philippe
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Sarkozy findet Anklang
In einem Podcast kommentiert Philippe Ricard, der Straßburg-Korrespondent der Tageszeitung Le Monde, den Anklang, den die Rede von Nicolas Sarkozy im Europaparlament fand: "Es ist klar, dass er gekommen ist, um eine starke Verführungsoperation bei den Europaabgeordneten durchzuführen. Man kann feststellen, dass Sarkozy seit dem Anfang seiner französischen Präsidentschaft versucht hat, den europäischen Institutionen näher zu kommen. ... Und heute ist er gekommen, um die Früchte dieses Engagements zu ernten. Er hat die vier großen Prioritäten der Präsidentschaft vorgestellt und betont, dass er ... die Unterstützung der Europaabgeordneten brauchen werde. Eine sehr willkommene Rede."
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Philippe Ricard über die internationalen Ambitionen der EU
Der französische Journalist Philippe Ricard fragt, welche Rolle der EU international zukommt. "Obwohl die EU wirtschaftlich gesehen ein Riese ist, bleibt sie, wie die Bundesrepublik Deutschland zur Zeit des Kalten Krieges, politisch ein Zwerg. Die 27 hegen neuerdings die Absicht, ihren Einfluss aufs Weltgeschehen geltend zu machen. 1957 hätten sich ihre Vorgänger gehütet, geostrategische Ambitionen kundzutun, als der Ost-West-Konflikt hochkochte und den Kontinent in zwei unversöhnliche Lager spaltete... Die EU möchte zu einer 'friedlichen' Lösung der Konflikte beitragen. Sie will Demokratie und Wohlstand exportieren und fördern, vor allem in den instabilen Nachbarländern. Genau fünfzig Jahre nach dem Scheitern einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft planen die Ehrgeizigsten unter ihnen erneut eine europäische Armee. Das wäre tatsächlich ein Programm, vorausgesetzt die 27 begnügen sich nicht mit Absichten und bringen genügend Gemeinschaftsgeist auf, um auch zu Taten zu schreiten."
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Europa und die illegalen Einwanderer
"Der kontinuierliche Zustrom afrikanischer Immigranten auf den Kanarischen Inseln, aber auch auf Sizilien und Malta, ist eine zweifelhafte Feuertaufe für die neue europäische Agentur Frontex", schreibt Philippe Ricard nach dem Treffen der EU-Außenminister im finnischen Lappeenranta. "Aufgabe von Frontex ist, die Anstrengungen der 25 EU-Länder zur Sicherung der EU-Außengrenzen zu koordinieren. Es fehlt nur noch, dass sie auch mit den entsprechenden Mitteln ausgestattet wird... Die Agentur mit ihren derzeit 65 Mitarbeitern sollte sich auf zwei Einsätze im Mittelmeer konzentrieren... Die für Frontex Zuständigen bedauern, dass nur wenige EU-Mitglieder - Italien, Portugal, Deutschland, Finnland und Frankreich - überhaupt auf Aufforderungen reagiert haben, der spanischen Regierung zur Hilfe zu kommen."
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