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Presseschau / Autorenindex
Ricci, Maurizio
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Akt der Verzweiflung
Die links-liberale Tageszeitung La Repubblica sieht die Leitzinssenkung als einen wenig wirksamen Akt der Verzweiflung. Wegen der bevorstehenden Rezession sei die erhoffte positive Reaktion der Börsen ausgeblieben. "Nach den fieberhaften Beratungen haben sich die Regierenden zu einem Schritt entschieden, den es seit September 2001 nicht mehr gegeben hat, als die Welt entgeistert den Anschlag auf die Twin Towers verfolgte. Ein Akt der Verzweiflung, der kein Gehör findet. ... Es scheint klar zu werden, dass die Maßnahmen der Banken nicht genügen, um gleichzeitig gegen die Finanzkrise und die Rezession anzugehen. Für die Männer des Internationalen Währungsfonds scheint die Stunde gekommen, die Geldmanöver mit Injektionen öffentlicher Fonds in die Realwirtschaft zu flankieren. Das nächste Dossier auf dem Tisch der westlichen Regierungen könnte ein Paket mit Anreizen zur Ankurbelung der Wirtschaft enthalten."
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USA setzen sich durch
Für die Tageszeitung La Repubblica haben sich die USA im Klimaprogramm der G8 durchgesetzt: "[Die Vereinbarung] kommt acht Jahre zu spät, eben die Zeit, die George W. Bush benötigte, um einzusehen, dass das Problem existiert. ... Das Ziel ist ein Rückschritt, das den in Kyoto begonnenen Prozess umgeht und zurückschraubt. Der Trick liegt im zeitlichen Bezugspunkt: Die Reduzierung, die die Wissenschaftler zur Rettung des Klimas verlangten, beträgt 50 Prozent des CO2-Ausstoßes von 1990. Diese Jahreszahl ist im G8-Dokument absichtlich unterschlagen worden. … Das bedeutet, dass die Marschroute von Kyoto verworfen wird und der Umfang der Reduzierung - je nach Bezugsjahr - auf Neuverhandlungen verlegt wird und zwar nicht unter Berücksichtigung wissenschaftlicher, sondern politischer Aspekte. Die Linie des Weißen Hauses hat gewonnen."
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Die Konkurrenz zwischen Italien und Spanien
Der Journalist Maurizio Ricci vergleicht die wirtschaftliche Entwicklung Italiens und Spaniens und fürchtet, dass Italien überholt wird. "Der nächste Schritt wird sein, dass Spanien einen Sitz in der G8 beantragt. Regierungschef Zapatero spricht schon halblaut davon, seitdem spanische Ökonomen erklärt haben, dass Spanien nicht die neunte, sondern die achtstärkste Wirtschaft weltweit ist. Noch übertrifft sie die italienische nicht, aber wenn die aktuelle Entwicklung so weiter geht, dann kann niemand Zapatero widersprechen, der darauf verweist, dass der Abstand innerhalb von vier Jahren verschwunden sein wird... Sich neben den Spaniern bei den exklusiven Gipfeln der Großen dieser Welt wiederzufinden, wäre eine unangenehme Situation: Man würde zusehen, wie sich eine romanische 'Erfolgsstory' und ein romanischer Niedergang - der unsere - gegenüberstehen."
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Wladimir Putin und die Energie-Waffe
Weder der Präsident von Gasprom Alexej Miller noch der Vizepräsident Alexander Medwedew haben einen roten Knopf auf ihrem Schreibtisch. Aber immerhin wurden beide direkt vom Kreml eingesetzt", erinnert Maurizio Ricci, dem vor den Konsequenzen der vom russischen Präsidenten angezettelten Kraftprobe graut. "Sollte das Tauziehen mit der Ukraine andauern und die Beziehungen mit den europäischen Gasprom-Kunden darunter leiden, würde sich der Einsatz erhöhen und der Konflikt könnte eskalieren."
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